Informationen
Im Rahmen der Energiestrategie 2050, welche 2017 vom Stimmvolk angenommen wurde, wurden das Energiegesetz (EnG), das Stromversorgungsgesetz (StromVG) und die Stromversorgungsverordnung (StromVV) überarbeitet.
Diese neuen Regelungen verpflichten uns als Energieversorger intelligente Messsysteme zu implementieren. Bis Ende 2027 müssen 80% der herkömmlichen Stromzähler durch Smart Meter ersetzt werden.
Ein Smart Meter bringt viele Vorteile mit sich:
- Fernauslesung: Ihre Verbrauchsdaten müssen nicht mehr manuell vor Ort ausgelesen werden sondern werden automatisch übermittelt.
- Transparenz: Sie erhalten einen detaillierten Einblick in Ihren Energieverbrauch.
- Energieeinsparung: Durch die Analyse Ihrer Verbrauchsdaten können Sie gezielt Massnahmen zur Reduzierung Ihres Energieverbrauchs treffen.
Wann wird Ihr Stromzähler zum Smart Meter?
Abgeschlossen bis Januar 2026
ca. Januar bis November 2026
ca. Juni 2026 bis Januar 2027
Fertigstellung ca. Anfangs 2027

Fortschritt Gemeinde Suhr

Stand Februar 2026
Häufig gestellte Fragen:
Was ist ein Smart Meter?
Ein Smart Meter ist ein digitaler Stromzähler, der den Verbrauch von Energie in Echtzeit misst und aufzeichnet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zählern die manuell ausgelesen werden müssen, ermöglichen Smart Meter eine automatische Übertragung der Verbrauchsdaten an den Energieversorger und Endverbraucher.
Wie funktioniert ein Smart Meter?
Ein Smart Meter misst den Stromverbrauch digital mittels Sensoren und speichert die Daten regelmäßig lokal. Ein kleiner Chip im Gerät berechnet den Verbrauch und sendet die Daten verschlüsselt über das Stromnetz an den Energieversorger. Der Energieversorger wiederum stellt dem Kunden die Daten im Kundenportal zur Verfügung.
Welche Daten erfasst ein Smart Meter?
Smart Meter funktionieren ähnlich wie herkömmliche Stromzähler. Sie erfassen den Stromverbrauch nach Hoch- und Niedertarif. Der Verbrauch wird alle fünfzehn Minuten ermittelt und lokal auf dem Gerät gespeichert. Ausgelesen werden einmal täglich nur die für die Abrechnung benötigten Zählerstände. Ebenso wird der tägliche Vebrauch auf diese Weise im Kundenportal abgebildet.
Ist die Sicherheit meiner Daten gewährleistet?
Die Sicherheit der Daten hat für die TBS höchste Priorität. Es werden nur solche Smart Meter eingesetzt, deren Elemente erfolgreich auf die Gewährleistung der Datensicherheit hin vom Bund überprüft wurden. Die Übertragung erfolgt verschlüsselt und in pseudonymisierter Form, ein direkter Rückschluss auf einen einzelnen Kunden ist deshalb nicht möglich. Die Bearbeitung der Daten erfolgt unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.
Kann ich einen Smart Meter bestellen?
Das Projekt ist in Zonen aufgeteilt und der Austausch der alten Zähler durchgeplant. Die Smart Meter sind und bleiben im Besitz der TBS Strom AG, individuelle Kundenwünsche können somit leider nicht berücksichtigt werden.
Welche Kosten kommen auf den Endverbraucher zu?
Die Kosten für die Smart Meter sowie für den Austausch trägt zu 100% die TBS Strom AG. Sofern keine speziellen Wünsche oder Installationen bestehen, trägt der Kunde keine Kosten.
Was ist mit Kunden die keinen Smart Meter wollen?
Aufgrund der klaren Weisung des Bundes ist die TBS Strom AG verpflichtet, sämtliche konventionellen Messeinrichtungen durch Smart Meter zu ersetzen. Bei der Erfüllung dieser gesetzlichen Pflicht, kann die TBS ihren Kunden kein Wahlrecht einräumen.
Kann ich meinen Stromverbrauch auf dem Smart Meter ablesen?
Ja, der Zählerstand kann nach wie vor jederzeit abgelesen werden. Hier finden Sie die Anleitung.
Wo werden mir meine Daten zur Verfügung gestellt?
Ihre Daten stellen wir Ihnen im Kundenportal zur Verfügung. In diesem kann der tägliche Energieverbrauch mit einer Verzögerung von zwei Tagen eingesehen werden. Ihr persönliches Login erhalten Sie zu gegebener Zeit.
Habe ich Zugriff auf meine Daten in Echtzeit?
Unsere Smart Meter verfügen über eine physische Kundenschnittstelle die es ermöglicht, Ihre Daten in einem höheren Detaillierungsgrad auszulesen. Die Schnittstelle ist standardmässig gesperrt. Auf Wunsch schalten wir diese allerdings gerne frei. Melden Sie sich diesbezüglich per E-Mail an info@tbsuhr.ch.
Sie benötigen eine eigene Kommunikationsanbindung damit Sie die Daten auf Ihrem PC/Tablet oder SmartPhone anschauen können. Bitte beachten Sie, dass wir von der TBS Sie bezüglich Software, Adaptern und Anbindung nicht beraten, Ihnen Produkte verkaufen oder installieren dürfen! Informationen dazu finden Sie auf der Herstellerseite unserer Smart Meter: Kundenschnittstelle (CII) für Landis+Gyr Smart Meter
Wie ist der Ablauf von der Installation bis zur automatischen Datenübermittlung?
- Unser Installationspartner nimmt die Installation des Smart Meter vor. Ab diesem Moment misst der Smart Meter zwar die Werte, übermittelt diese jedoch noch nicht.
- Das Kommunikationsnetz für die installierten Smart Meter wird aufgebaut.
- Sobald die Funktionalität des Kommunikationsnetzes gewährleistet ist, übermitteln die Smart Meter die Zählerstände in digitaler Form.
Warum wird der Smart Meter trotzdem noch durch jemanden vor Ort abgelesen?
Die installierten Smart Meter müssen erst in das Kommunikationsnetz eingebunden werden, bevor diese Daten übermitteln können.
Wann erhalte ich künftig meine Stromrechnung?
Sobald der Smart Meter Rollout abgeschlossen und die Funktionalität gewährleistet ist, erhalten Sie Ihre Rechnung quartalsweise basierend auf dem effektiven Stromverbrauch. Das aktuelle Abrechnungsverfahren mit Akontorechnungen wird aufgehoben.
Bin ich durch Smart Meter erhöhter Strahlung ausgesetzt?
Nein. Die Daten werden über das bestehende Stromnetz (Powerline) übertragen. Dabei entsteht keine zusätzliche Strahlung.
Wer führt den Tausch des Zählers durch?
Die Zählerwechsel werden von Monteuren der TBS Strom AG oder unserem Montagepartner E.Widmer AG (EWAG) aus Suhr ausgeführt.
Muss ich für den Tausch vor Ort sein?
Bei MFH, bei denen wir zuvor bereits selbstständigen Zugang für die Ablesungen mittels Schlüsselrohr hatten, ist die Anwesenheit der Bewohner nicht erforderlich. Bei EFH, Gewerbe und vereinzelten MFH ohne Schlüsselrohr muss jemand vor Ort sein, um den Zugang sicherzustellen.
Wie werden Verwechslungen der Zähler ausgeschlossen?
Der Monteur arbeitet immer nur an einem Zähler. Erst wenn dieser Tausch komplett abgeschlossen ist, wird der nächste Zähler demontiert. Der Zähler wird über das MDE-Gerät erfasst und direkt ins System übermittelt.
Wie lange dauert ein Austausch?
Pro Zähler dauert der Austausch und Unterbruch somit der Unterbruch ca. 60 Minuten.
Wenn zusätzlich ein Wasserzähler verbunden wird, kann es je nach Verbindungsmöglichkeit länger dauern. In Einzelfällen muss die Sicherung im Hausanschlusskasten eines MFH entfernt werden, wodurch der Unterbruch dauert, bis alle Zähler im betroffenen MFH vollständig getauscht sind.
Wie werde ich über den Austausch informiert?
Das Projekt ist in Teilgebiete unterteilt. Bevor in Ihrem Teilgebiet gestartet wird, erhalten Sie postalisch eine Vorabinfo mit dem weiteren Vorgehen.
Vorgehen MFH:
Mindestens zwei Tage vor dem Wechsel wird ein Aushang an der Eingangstür Ihres Mehrfamilienhauses angebracht. Dieser informiert über das genaue Datum des Zählerwechsels, an dem es zu einem kurzen Stromunterbruch kommt. Die Zähler befinden sich im Keller, Ihre Anwesenheit ist nicht erforderlich.
Vorgehen EFH:
Die Techniker werden im oben genannten Zeitraum spontan bei Ihnen klingeln und den Zählerwechsel - sofern möglich - direkt vornehmen. Sollten Sie nicht zu Hause sein, so finden Sie ein Informationsschreiben im Briefkasten mit einem konkreten Termin.
Kann die TBS mir den Strom zukünftig aus der Ferne abschalten?
Nein, die TBS setzt keine Zähler mit integriertem Breaker ein und kann daher die Stromzufuhr nicht über den Smartmeter unterbrechen (technisch ausgeschlossen).
Was geschieht mit dem Wasserzähler?
Der Wasserzähler wird aufgerüstet und mit dem Smartmeter verbunden. So muss später auch dieser nicht mehr vor Ort abgelesen werden. Bei einigen Kunden die bereits früh einen Smartmeter erhalten haben, wird diese Verbindung noch nachträglich vor Ort durch einen Techniker eingerichtet.
Gibt es ein TBS Kundenportal?
Ja, das Kundenportal der TBS steht ab sofort zur Verfügung: portal.tbsuhr.ch
Für die Registrierung ist eine Rechnungs- und Kundennummer erforderlich. Beide Infos finden Sie auf Ihrer Rechnung.
Weshalb finde ich im Kundenportal keinen Lastgang (bzw. Lastgang mit Unterbrüchen)?
Vor vollständigem Abschluss des Rollouts ist es möglich, dass Ihr Zähler noch nicht erfolgreich die Lastgänge an uns übermittelt. Wir danken für Ihre Geduld.
Weiter werden nach erstmaliger Registrierung die Lastgänge erst am Folgetag ins Portal geladen. Schauen Sie bitte am Folgetag nochmals nach.
Ab wann stehen mir die neuen (virtuellen) Eigenverbrauchsmodelle zur Verfügung?
Sobald der Rollout in Ihrem Teilgebiet vollständig abgeschlossen und nachbearbeitet wurde. Unsere Smartmeter profitieren von einer hohen Populationsdichte und sind auf ein störungsfreies Netz angewiesen. Nach dem Rollout in einem Teilgebiet wird die Kommunikation der Zähler sichergestellt und allfällige Störer beseitigt oder Lücken in der Population mittels PLC-Repeater geschlossen. Erst danach kommuniziert der Smartmeter in der erforderlichen Qualität und Zuverlässigkeit um virtuelle Eigenverbrauchsmodelle wie vZEV oder EVG abzubilden.
Was sind PLC-Störer?
Für die Datenübertragung nutzt die TBS die bestehenden Niederspannungsleitungen mittels Powerline Communication (PLC). Gewisse elektronische Geräte verletzen die für den Netzbetreiber reservierten Frequenzbereiche und stören damit die Kommunikation der Smart Meter empfindlich. Dies kann der Fall sein, wenn ein Gerät nicht den geltenden Normen entspricht, falsch eingestellt ist oder einen Defekt aufweist. Mittels PLC-Messungen ermittelt die TBS im Rahmen eines CleanUp den Standort solcher Störsignale und nimmt mit der Eigentümerschaft Kontakt auf. Kann das Störsignal nicht anderweitig beseitigt werden, muss der Eigentümer einen Filter vor das Gerät oder hinter den Zähler installieren lassen.
Regelmässige Störer sind unter anderem PV-Wechselrichter und Wärmepumpen, gelegentlich aber auch LED Lampen und andere elektronische Geräte wie mangelhafte Netzteile. Installieren Sie beispielsweise eine PV-Anlage, empfehlen wir Ihnen bereits im Voraus die Thematik beim Installateur anzusprechen und sich beraten zu lassen.
Folgende Frequenzbereiche sind zwingend freizuhalten:
CENELEC-A Band = 5-95 kHz
FCC-Band = 150-500 kHz
Das CEN-A-Band ist exklusiv für die Smart Meter Kommunikation reserviert und darf nur für diesen Zweck genutzt werden. Das FCC-Band steht grundsätzlich auch für andere Kommunikationszwecke offen, erfordert aber in jedem Fall vorab eine Genehmigung vom BAKOM (Bundesamt für Kommunikation). Die TBS betreibt ihre Smart Meter und Datenkonzentratoren wo immer möglich auf dem CEN-A-Band.